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Von Hamburg über Helsinki nach Peking

Zu einer normalen Tageszeit, nicht wie sonst üblich zur nachtschlafenden Stunde, trat ich meinen Weg nach Hamburg an. Ich war bester Laune und sicher das ich nichts vergessen hatte. Am Flughafen angekommen notierte ich die Parkposition meines Autos, da ich diese schon oft vergessen hatte. Danach checkte ich bei Finnair ein. Der Flug ging zuallererst nach Helsinki und am Abend dann weiter nach Peking. Ich musste dann feststellen das meine Tasche schon 18,6 kg wog und so sollten meine Einkäufe die ich in China tätigen wollte etwas knapper ausfallen, leider…
In der Wartehalle wollte ich auf meine Uhr schauen, doch ich hatte wohl doch was vergessen, denn da war keine Uhr. Also sollte mein erster Einkauf eine neue Uhr sein.
Es war 16.00 Uhr Ortszeit, als ich in Helsinki landete. Ich wundert mich darüber das es dort schon dunkel war, gerechnet hatte ich damit nicht. Mein Aufenthalt belief sich auf vier Stunden. Der Flughafen von Finnlands Hauptstadt war recht klein und übersichtlich. Ich beschloss also etwas zu shoppen, dabei bemerkte ich dann auch das hier schon Weihnachten ausgebrochen zu sein schien. Danach trank und aß ich einige köstlichkeiten, rief noch mal zu Hause an und etwas später saß ich dann in der MD-11, die mich weiter verfrachten sollte. Während des Fluges hatte ich die Gelegenheit einige Filme zu schauen, zwei sah ich komplett und den dritten hatte ich fast ganz verschlafen. Pünktlich um 09.30 Uhr Ortszeit, bei einer Zeitverschiebung von 7 Stunden, landete die Maschine in Peking. Die Dimensionen dieses enormen Flughafens ließen in mir das Gefühl aufkommen das ich sehr klein sei. Gleichzeitig wurde mir aber auch klar das ich mich im größten und bevölkerungsreichsten Land unserer Erde befand. Zudem war es unübersehbar das ich mich in der Gastgeberstadt der olympischen Spiele befand, überall wurde dies zur Schau gestellt.




Beijing

Ich hatte recht luxuriös gebucht, eine private Rundreise mit Fahrer und deutschsprachigem Guide. So etwas ist in China noch bezahlbar. Chinesen hingegen finden dies wohl recht ungewöhnlich. Als ich mit meiner Tasche den Ankunftsbereich des Flughafens erreichte sah ich schon einen großen Haufen von Tourguides, welche alle Schilder mit Namen von Personen und Gruppen hochhielten und so versuchten ihre Gruppe zu versammeln. Auf mich wartete auch einer dieser Tourguides, welcher auch ein Schild mit Namen hochhielt. Nach einer Reise durch die unterschiedlichen Parkdecks des Flughafens erreichten wir schließlich doch noch das Auto und fuhren gleich zur ersten Sehenswürdigkeit, dem Himmelstempel.

Peking

Peking ©iStockphoto/SeanPavonePhoto

Ich war jedoch recht müde, also schaute und staunte ich nur. Die Erklärungen meines Führers waren erst mal nur Nebensache. Später schlug ich in einem Reiseführer noch mal alles wichtige nach. Der Tempel war echt eine Augenweide und auch das Wetter war sehr schön. Die Chinesen die man dort sah fotografierten und telefonierten fast unentwegt, ein typisches Bild eben. Dies war mein erster Eindruck von China. Seit knappen 36 Stunden war ich an diesem Tag auf den Beinen, am Ende war ich wirklich sehr erschöpft aber dennoch sehr zufrieden. Trotz schmerzender Füße und einer enormen Müdigkeit ging ich noch zur Bank of China, welche sich an der Wanfujing Road befand, um noch etwas Geld aus dem Automaten zu holen. Auch hier bemerkte ich das Weihnachten vor der Tür stand. Im Hotel konnte ich dann endlich meine Schuhe ausziehen und meinen Füßen etwas ruhe gönnen.

Die Grosse Mauer

In der ersten Nacht habe ich wie ein Stein geschlafen. Nachdem ich fast von selber aufgewacht war suchte ich den Frühstücksbereich auf, denn nun hatte ich einen Bärenhunger. Zum Frühstück gab es alles was das Herz begehrte. Obst und Saft, Tee und auch schön gerösteten Toast, sowie Bacon und Würstchen, Käse, Eier und nätürlich auch die überall beliebten Brötchen. Nach diesem herrlichen Frühstück traf ich mich mit meinem Führer mit dem ich mich auf den Weg in Richtung Badaling machte, was rund 70 Kilometer außerhalb von Peking befindet. Hier befindet sich der wohl am besten restaurierte und auch meistbesuchte Mauerabschnitte der großen Mauer.

Nach vielen weiteren, spannenden Etappen, wie die verbotene Stadt und Xián, Shanghei und Suzhou, sowie Guilin, dem Li- Fluss und dem Kanton Guangzhou besuchte ich noch Hongkong. Nach diesem Besuch fuhr ich in das Ramada Hotel in dem ich genächtigt hatte zurück um meine Sachen zu packen, denn die Heimreise stand nun an. Um kurz vor sieben Uhr wurde ich vom Airportbus abgeholt und zum Chek Lap Kok Flughafen gebracht. Dort checkte ich bei der Finnair ein und der lange Rückflug, wieder über Helsinki, begann. Diese Reise hatte mich zwar knapp über viertausend Euro gekostet, doch ich war um einige Eindrücke und Erfahrungen reicher.

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