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Die chinesische Küche

Die chinesische Küche ist Ausdruck der regionalen Kultur und ebenso tief verwurzelt in sie. Man unterteilt sie hauptsächlich in die acht Regionalküchen der Provinzen Sechuan, Hunan, Kanton, Shandong, Jiangsu, Anhui, Fuijan und Zhejiang. Entgegen der Vorstellung, dass Reis im gesamten Land zur Hauptnahrungsquelle gehört, wird er vorwiegend im südlichen Teil als Beilage gebraucht. In den nördlichen Gebieten sind andere Getreidearten, wie zum Beispiel Hirse, vorherrschend.




Möchte man also traditionell chinesisch kochen, sollte man sich vorerst für eine Region entscheiden. Trotzdem gibt es ein paar gemeinsame Grundlagen, die man in Deutschland als „typisch chinesisch“ betrachten würde. Doch nicht zur auf die Zutaten kommt es an. Auch die Zubereitung und die Kochutensilien unterscheiden sich deutlich von denen in Europa. Vor dem Kochen sollte man sich in einem Asia- Shop umsehen und sich ein wenig von den exotischen Zutaten und Utensilien inspirieren lassen. Aber: isst man hierzulande in einem chinesischen Restaurant, wird es dennoch anders schmecken als jede selbst zubereitete Mahlzeit. Glutamat wird noch immer häufig als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Ein weiteres Merkmal der chinesischen Küche ist, dass Milchprodukte kaum Verwendung finden. Knapp 90% der asiatischen Bevölkerung leidet an einer Laktoseintoleranz.

Kochutelsilien:

Ein Wok stellt die Grundlage der chinesischen Küche dar. Beim Wokken sorgen eine hohe Temperatur der Flamme und eine geringe Garzeit für den Erhalt der Nährstoffe. Zudem wird nur wenig Öl (meist Soja-, Sesam- oder Sonnenblumenöl) gebraucht, somit stellt das Garen in einem Wok mit zu den gesündesten Zubereitungsarten. Falls Sie keinen Wok besitzen, kann auch eine große Pfanne verwendet werden. Dabei sollte allerdings auf die Garzeit, die in Kochbüchern meistens für den Wok gilt, beachtet werden. In den Wok wird nach Bedarf ein Bambuskörbchen als Dämpfeinsatz verwendet.

Die chinesische Küche

Die chinesische Küche ©iStockphoto/thesomegirl

Chinesische Zutaten:

Als Beilage wird meistens Reis, bzw. Basmati- oder Duftreis verwendet. Beliebt sind auch Weizennudeln und Glasnudeln, die viel bei der Zubereitung von Suppen Verwendung finden oder als gebratene Nudeln serviert werden. An Gemüse ist fast alles vorstellbar, was man in einem Wok garen kann. Neben den in Europa viel verbreiteten Sorten wie Paprika und Möhren, gehören unterschiedliche Arten von Sprossen, wie Bambus- und/oder Sojasprossen in ein typisch chinesisches Gericht. Auch Shiitake- und Austernpilze findet man entweder frisch oder getrocknet in jedem Asialaden und stellen eine der Grundzutaten bei chinesischen Rezepten dar.

Doch fast am wichtigsten bei chinesischen Rezepten sind die Gewürze. Neben frischen Knoblauch und Ingwer sind Kreuzkümmel, Zitronengras- und blätter, Thai- Basilikum und Koriander die Gewürze, die dem Essen die richtige Note geben. Mittlerweile gibt es bereits fertige Gewürzmischungen, falls man auf frische Zutaten verzichten möchte und kann. Gesalzen wird hauptsächlich mit Sojasauce. Eine weitere Möglichkeit, den Rezepten den gewünschten Pfiff zu geben sind fertige Pasten, wie beispielsweise Curry- Paste oder würzige Saucen, wie die Hoisinsauce. Für die Fleischgerichte werden hierzulande hauptsächlich Hühner-, Schweine- und Rinderfleisch verwendet, die geschnetzelt abgebraten werden.

Chinesische Zubereitung& Verzehr:

Wie oben schon erwähnt, werden die Zutaten in einem Wok nur kurz gegart, bzw. gebraten. Ein weiteres typisches Merkmal der chinesischen Küche ist, dass die Zutaten mundgerecht geschnitten werden. Das liegt nicht zuletzt an der Verwendung von den chinesischen Essstäbchen. Für Suppen verwendet man kleine, tiefe Löffel aus Keramik. Nicht zuletzt sind die für uns typisch chinesischen Getränke zu erwähnen. Eine lange Tradition haben Likör- und Süßweinartige Getränke wie Reis- oder Pflaumenwein und Bier aus Hirse, Gerste oder Reis.


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