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Hongkong

Hongkong, ist asiatisch geprägt – hat aber auch Spuren britischen Einflusses. Und das ist kein Wunder. Denn Hongkong war bis zum 30. Juni 1997 britische Kronkolonie. Am 1. Juli wurde sie dann Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China – mit Sonderrechten für 50 Jahre: Die Doktrin „Ein Land, zwei Systeme“, erlaubt es Hongkong, mindestens bis 2047 die demokratische Marktwirtschaft beizubehalten. Mit zu den eigenen Rechten gehört die Möglichkeit, eigene Gesetze zu erlassen, Zölle und eine eigene Währung, den Hongkong-Dollar. Wichtigste Stadt von Hongkong ist Victoria City.




Lage und Bevölkerung:

Hongkong liegt im Süden Chinas, im südchinesischen Meer. Zu der Sonderverwaltungszone gehören die Insel Hongkong, die Halbinsel Kowloon, die New Territories sowie rund 240 weitere Inseln, die zumeist unbewohnt sind. Dabei hat sich im Laufe der vergangenen 165 Jahre die Bevölkerung fast vertausendfacht. Lebten 1841 noch 7.500 Menschen in Hongkong, so waren es 2006 bereits 7.013.832. Damit gehört die Sonderverwaltungszone zu den dichtest besiedelten in Gebieten der Welt und ist Chinas drittgrößte Metropolregion. Der große Teil der Region ist gebirgig. An den Küsten findet man zahlreiche Buchten, die allerdings felsig sind.

Klima:

Das Klima in dieser Region ist tropisch und damit auch feucht, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 22,5 Grad. Die Winter (Januar bis März) fallen zumeist kühl und trocken aus. Einen echten Frühling gibt es nicht, im April wird das Wetter schon schnell recht heiß, aber auch regnerisch – der Sommer dauert bis September an, in dieser Zeit herrscht auch Taifungefahr. Das beste Reiseklima herrscht in den Herbstmonaten (Oktober bis Dezember). Dann ist es in Hongkong zumeist warm und relativ trocken. Auch das Klima trägt dazu bei, dass die Region trotz der hohen Bevölkerungsdichte sehr grün ist.

Hongkong

Hongkong @iStockphoto/leungchopan

Reiseanbieter:

Es gibt in Deutschland zahlreiche Reiseanbieter, die organisierte Touren nach Hongkong anbieten oder einem bei der Reiseplanung bzw. den Flügen und den Unterkünften behilflich sind.

Reisevorbereitungen:

Reisende, die es nach Hongkong zieht, sollten neben des Klimas auch noch ein paar andere Dinge berücksichtigen. So sollte man auf jeden Fall einen gültigen Reisepass mitnehmen – er muss auch am Abreisetag noch mindestens einen Monat weiter gelten. Ein Visum wird erst dann nötig, wenn man länger als drei Monate bleiben möchte. Impfungen braucht man an sich nicht – eine Rücksprache mit dem Hausarzt ist trotzdem empfehlenswert. Und sonst? Für Elektrogeräte sollte man einen Adapter mitnehmen. Und damit man sich in Hongkong gut verständigen kann, hilft es, wenn man sein Englisch etwas aufpoliert.
Dann ist da noch die Frage nach der Unterkunft. Auf Hong Kong Island findet man zahlreiche Hotels in Central, Wan Chai und Causeway Bay. Alternativ kann man in Kowloon in Tsim Sha Tsui oder in Tsim Sha Tsui East wohnen.

Verkehr:

Eine Anreise ist problemlos möglich, denn Hongkong ist ein Verkehrsknotenpunkt für den Süden Chinas. Der Flughafen Chek Lap Kok gilt als einer der wichtigsten von ganz Asien. Von zahlreichen europäischen Airports aus, wird er angesteuert. Chek Lap Kok besteht seit 1998 und liegt am Rande der Stadt Lantau. Der Bau kostete umgerechnet rund 15 Milliarden Euro. Fluggäste, die ins Stadtzentrum weiter reisen wollen, haben dorthin mit dem Airport Express eine direkte Verbindung.
Zu den weiteren wichtigen Anreisemöglichkeiten zählen die per Fähre. Von den meisten südchinesischen Küstenstädten und von den Orten am Perlfluss aus wird Hongkong angesteuert.

Außerdem ist eine Anfahrt per Zug möglich. Eisenbahnverbindungen sind vorhanden, unter anderem nach Peking, Shanghai, Guangzhou. Der Hauptbahnhof von Hongkong liegt in Kowloon. Wer angekommen ist in Hongkong, der reist am besten und am wahrscheinlichsten per Bus (in der Regel Doppeldecker), denn es ist DAS Verkehrsmittel in der Sonderverwaltungszone. Kurze Strecken werden auch per Minibus angefahren. Die bieten den Vorteil, dass es keine festen Haltestellen gibt. Wer mag, kann dem Fahrer per Handzeichen mitteilen, dass er aussteigen möchte. Das Problem für viele europäische Reisende könnte aber die Ausschilderung sein. Denn die meisten Angaben sind nur auf chinesisch.

Günstiges Weiterkommen ist in Hongkong aber auch per Taxi möglich. Die Tarife sind deutlich preiswerter als in Europa.
Als Alternative zum Bus gilt bei vielen Bewohnern von Hongkong aber auch bei Besuchern die U-Bahn, die Mass Transit Railway, kurz MTR. Sie gilt als sehr schnell, als sehr gut klimatisiert, als sehr günstig und als besonders sauber. Das Netz ist insgesamt 43,2 Kilometer lang und verbindet die besonders dicht besiedelten Gebiete der Sonderverwaltungszone miteinander. Einen starken Kontrast zum schnellen MTR bieten die Hong Kong Tramways, eine Straßenbahn, die seit 1904 existiert und fast noch die Gemächlichkeit von damals an den Tag legt.

Sehenswürdigkeiten:

Victoria Peak: Zu den Sehenswürdigkeiten Hongkongs zählt indirekt ein weiteres Verkehrsmittel, die Peak Tram, eine historische Drahtseilbahn. Sie führt einen an eines der beliebtesten Reiseziele, zur Victoria Peak. Von hier aus hat man einen unglaublich schönen Blick auf Hong Kong Island, den Hafen, auf Kowloon und die grünen Hügel im Hinterland. Abends tauchen die Neolichter das Panorama in eine andere, ebenfalls besondere Atmosphäre. Neben diesen Ausblicken bietet Victoria Peak den Reisenden aber auch Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie Restaurants.

Repulse Bay: Wer sich erholen möchte, der sollte auf jeden Fall nach Repulse Bay kommen. Der lange und breite Sandstrand lädt zum Sonnenbaden, zu Spaziergängen und zum Schwimmen ein. Außerdem bieten die Häuser im Kolonialstil besondere Anblicke, Designer-Shops erwecken die Einkaufslust und preisgekrönte Restaurants verlocken mit ganz besonderen Speisen.

Ocean Park: Im Kontrast zu einem beschaulichen Strandtag steht ein Besuch im Ocean Park, einer Kombination aus Ozenarium und Freizeitpark. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann hier einen erlebnisreichen Tag auf Karussells und in Gondelbahnen, in Delfin- und Seelöwen-Shows verbringen. Auch ein Besuch bei An An und Jia Jia ist fast Pflicht – denn die beiden Riesenpandas sind wohl die bekanntesten Bewohner des Parks.

Open Air Märkte: Hier stehen mitunter andere tierische Bewohner im Blickpunkt. So findet man auf dem Yuen Po Street Vogelmarkt Singvögel in wunderschönen, handgeschnitzten Käfigen. Freunde von Fischen zieht es wahrscheinlich eher in die Tung Choi Street in Mong Kok, Kowloon. Hier gibt es unter anderem Goldfische in allen Größen und Formen. Auf dem Blumenmarkt kann man exotische Blüten bewundern. Wer auf der Suche nach einem Andenken ist, wird unter Umständen auf dem Jade-Markt in Yau Ma Tei, Kowloon, fündig. Oder man gönnt sich ein besonderes Erlebnis und besucht den Temple Street Nachtmarkt, auf dem – ebenso wie auf dem Ladie’s Market oder dem Stanley Market – Souvenirs und Kleidung angeboten werden.


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