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Aufenthalt in Shanghai

Shanghai war glaube ich, der ungewöhnlichste Urlaub meines Lebens. Naja, eigentlich war es kein Urlaub. Ich habe nur einen alten Freund besucht, der von seiner Firma kurzer Hand dorthin versetzt worden war. Erst Äthiopien und dann Shanghai, welch ein Aufstieg (blöde Witze waren das einzige, was mir hierzu noch einfiel). Im Reisebüro hab ich einen sehr günstigen Flug (falls man davon reden kann) erwischt. Ich bin von Frankfurt aus mit China Estern Airlines nach Shanghai geflogen. Natürlich all das im Gepäck, was mir aufgetragen wurde. Neben den Bildern von allen Familienangehörigen waren auch etliche Brotbackmischungen dabei. Ich weiß bis heute nicht, ob ich die eigentlich hätte einführen dürfen.




Brot ist das, was man in Shanghai nicht zu bekommen scheint. Es ist fast aussichtslos. Als ich endlich aus diesem Flughafen in Shanghai draußen war und versuchte, mit dem Taxi zu meinem Kumpel zu kommen (der ja tagsüber arbeiten musste) wurde mir erst mal klar, wie groß diese Stadt eigentlich ist, und wie hoffnungslos man sich hier verlaufen kann. Auf meinem Weg kam ich am Huangpu-Park vorbei. Es ist ein sehr schöner Park. Um so verwunderlicher das früher Hunden und Chinesen der Zutritt verboten war. Es sei denn, man gehörte zum Hauspersonal eines Engländers. Endlich angekommen stand ich vor einem riesigen Gebäudekomplex. Ein bisschen hat mich das ganze an den Osten von Deutschland erinnert. In der Wohnung angekommen, fiel mir auf, dass sie recht klein war. Obwohl dieser Bekannte mit Sicherheit nicht zu denjenigen, bedauernswerten Menschen gehört, die mit dem Geld sehr haushalten müssen.

Shanghai

Shanghai ©iStockphoto/IakovKalinin

So, jetzt musste ich wohl selber erst mal schauen was ich mach, bis er dann von der Arbeit kommt. Da ich schon ordentlich Hunger bekam musst jetzt was zum Essen her. Auf der Herfahrt hatte ich ein kleines Restaurant in der Nähe gesehen. Hier würde es bestimmt irgendwas vernünftiges geben. Also ging ich dort hin. Da mein chinesisch allerdings eher gar nicht vorhanden war, musste ich mir beim studieren der Speisekarte doch helfen lassen. Ich entschied mich für Shanghai-Ravioli. Einfach köstlich, kann ich nur empfehlen. Ich wusste zwar vorher auch nicht was das ist, aber stellt es euch wie Ravioli mit Schweinefleischfüllung vor, die anschließend nochmals gegrillt werden. So etwa. Allerdings hab ich hier ein bisschen unsere deutschen Süßigkeiten vermisst, die scheint es nicht zu geben.
Nach dem Essen bummelte ich noch ein bisschen. Schnell landete ich im Zentrum von Shanghai. Dort liegt die Nanjing Lu. Diese Straße ist eine der größten Einkaufsstraßen der Welt. Nahezu jede Firma scheint hier vertreten zu sein und man kann stundenlang Schaufenster anschauen. Nach einem fast endlosen Einkaufsbummel musst ich aber wieder nach Hause. Um wirklich sicher zu gehen, das ich mich in diesem Gewirr von Menschen (die mich nicht verstehen) und Schriftzeichen (die ich nicht verstehe) verloren gehe, nahm ich mir ein Taxi zurück.


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