Skip to main content

Verkehr in Shanghai

Um in Shanghai von einem Ort zum nächsten zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:




Taxi:

Die bequemste Art ist sicherlich mit dem Taxi zu fahren. In Shanghai China sind ca. 45 000 Taxis in Betrieb. Das hört sich erst einmal nach sehr vielen Taxis an, aber bei einer Einwohnerzahl von über 13 Millionen, kommt es oft vor, dass man vergeblich auf ein Taxi wartet. Sobald es regnet, muss man sich auf lange Wartezeiten einstellen. Das gleiche gilt auch für die Rush Hours (morgens 7:30 bis 9:00 Uhr und abends 17:00 bis 19:00 Uhr) und auch Samstag abends ist es nicht immer einfach, ein Taxi zu ergattern. Vor allem ist es wichtig, „aktiv zu warten“. Steht man an der Straße, winkt und denkt, jetzt bin ich aber der Nächste, dann springt oft im letzten Moment noch ein Chinese vor einem in das Taxi. Die goldene Regel ist also, hält das Taxi muss schnell hingerannt werden, um den Platz zu sichern.

Die Grundgebühr der Taxis beträgt 14 Rmb (Stand August 11), nachts 16 Rmb. In der Startgebuehr sind die ersten drei Kilometer enthalten und jeder weitere Kilometer kostet tagsueber dann 2,40 RMB. Alle Taxis haben ein Taxometer, das für den Kunden gut sichtbar angebracht ist. Man muss zwischen 2,4 Rmb pro Kilometer rechnen. Am Ende zahlt man den Betrag, der auf dem Taxometer erscheint und bekommt auf Wunsch auch eine Quittung. Trinkgeld sind Taxifahrer nicht gewohnt und können oft nichts damit anfangen.

Die Taxifahrer sitzen in einem „Plastikkäfig“, das ist erst einmal ungewohnt, aber es macht wohl Sinn. In einigen Taxis ist sogar in der Kopfstütze des Vordersitzes ein kleiner Fernseher eingebaut, so dass man sich die komplette Fahrt lang, chinesische Werbung ansehen darf. In der Regel gibt es keine Betrüger unter den Taxifahrern, das mag wohl auch daran liegen, dass die Registriernummer des Fahrers gut sichtbar im Taxi angebracht ist. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn man am Flughafen angesprochen wird, ob man ein Taxi benötigt. Da handelt es sich nicht um offizielle Taxifahrer, sondern um Privatpersonen, die versuchen, Touristen Geld abzuknüpfen. Sie bringen die Neuankömmlinge in die Innenstadt (eine Fahrt von ca. einer Stunde) und verlangen dann als Fahrtpreis ca. 600 bis 800 Rmb (60-80 Euro). Das ist natürlich viel zu viel, eine Fahrt mit dem offiziellen Taxi kostet ca. 120 – 150 Rmb. Es ist jedoch ganz einfach, diese Gauner zu umgehen. Einfach nicht anquatschen lassen und schnurstracks zum offiziellen Taxistand gehen, der direkt vor dem Flughafen ist. Dort ist zwar oft eine Schlange, aber man wartet nicht lange, es sind ausreichend Taxis dort.

Metro in Shanghai

Metro in Shanghai ©TK

Es empfiehlt sich, den Ort, wo man gerne hin möchte, aufgeschrieben in chinesischen Zeichen dabei zu haben, wenn man kein chinesisch spricht. Die meisten Taxifahrer können kein Englisch, weder sprechen noch lesen. Hat man also die Adresse in lateinischer Schrift hilft das wenig. Viele Hotels haben auf ihrer Webpage die Adresse auch auf chinesisch stehen, es macht Sinn, sich diese vorher auszudrucken, um sicher am Ziel anzukommen. Ein großer Nachteil des Taxis – oder des Autofahren überhaupt – ist, dass man oft im Stau steht. In den Rush Hours geht gar nichts mehr, man braucht für die kleinsten Entfernungen Stunden. Da hilft auch das ewige Hupen und der Versuch, sich doch irgendwo noch reinzudrängeln, nicht. Zu den Zeiten ist man schneller, wenn man mit der Metro fährt.

Metro:

Eine günstige Variante des Fortbewegens ist die Benutzung der Metro (U-Bahn). Es gibt zwei große Linien: die Linie 1 verbindet den Südwesten der Stadt und das Stadtzentrum. Mit dieser Linie kommt man zu den wichtigsten Einkaufsstraßen und dem Bahnhof. Die Linie 2 verläuft von Osten nach Westen und geht vom Hongqiao Flughafen bis nach Pudong. :
Die Preise sind nach Anzahl der Stationen gestaffelt, sie liegen zwischen 3 bis 6 Rmb. Es empfiehlt sich, eine Metrokarte zu kaufen (Pfand 30 Rmb), die immer wieder aufgeladen werden kann. So spart man sich das ewige Anstehen, um ein Ticket zu kaufen. Leider kommt man mit der Metro noch nicht überall hin, so dass man weiterhin auch auf das Taxi angewiesen ist, aber neue Linien sind in Planung.

Zu den Rush Hours geht es auch in der Metro hoch her. Es herrscht ein Geschubse und Gedränge. Die Bahnen sind so voll, dass man kaum noch atmen kann, geschweige denn, sich bewegen. Jedes Mal, wenn man denkt, jetzt passt aber nun wirklich keiner mehr rein, drängen sich weitere fünf Personen hinein. Die paar Sitzplätze, die es gibt, sind immer hart umkämpft und werden niemals freiwillig aufgegeben.

Es ist ein Spektakel, das Ein- und Aussteigen zu beobachten. Sobald die Tür aufgeht, stürmen die Einen raus und die Anderen zur gleichen Zeit rein. Dabei werden auch gerne die Ellenbogen benutzt. Die Regel „erst aussteigen lassen, dann einsteigen“ mag wohl so manch Chinesen einleuchten, befolgen tut sie aber niemand. Wartet man also geduldig und zurückhaltend bis alle ausgestiegen sind, kann es vorkommen, dass die Bahn schon bis aufs Letzte gefüllt ist, und man selber zurückbleibt. Mein persönlicher Rat: anpassen und nachmachen – dann fährt die U-Bahn auch nicht ohne einen ab!

In all dem Gewusel sollte man natürlich besonders auf seine Wertsachen achten. Es sind einige Taschendiebe unterwegs, die sehr geschickt vorgehen. Aber in welcher Großstadt bleibt man schon davor verschont?!

Bus:

In Shanghai operieren viel Buslinien. Leider gibt es den Busplan nur auf chinesisch, so dass es etwas dauert bis man die genauen Routen rausgefunden hat. Busfahren ist sehr billig, der Fahrpreis beträgt nur wenige Rmb. Man sollte Kleingeld bereithalten, das der Schaffner dann einsammelt. Auch die Busse sind oft hoffnungslos überfüllt. Vor den Bushaltestellen sieht man oft lange Schlangen oder chaotisches Drängeln. Auch hier heisst es, kräftig mitdrängeln!
Natürlich sind auch die Busse von den überfüllten Straßen Shanghais betroffen. Auch wenn sie „die Könige der Straße“ sind und sich auf Grund ihrer Größe überall Vorfahrt verschaffen (der Stärkere gewinnt heisst in China die wichtigste Verkehrsregel), bleiben auch die Busse oft im dichten Verkehr stecken.
Die Stadtbusse kosten im Citybereich 2 RMB und vorne beim Busfahrer ist eine transparente Muenzbox zum Einwurf.
In den Bussen, Taxen, Metro’s kann aber auch die Metrokarte benutzt werden. Wenn man von einem Bus in einen anderen Bus umsteigt, kostet die Weiterfahrt nur die Haelfte, also 1 RMB. Das wird aber nur ueber die Metrokarte so berechnet, welche man an ein Lesegeraet haelt. Bei Busfahrten per Barzahlung (2 RMB) mit Umsteigen gibt es keine Verguenstigung und zahlt demnach erneut 2 RMB.

Fahrrad:

Viele Chinesen sind mit dem Fahrrad unterwegs. Glücklicherweise gibt es in Shanghai viele Fahrradwege, die von Fahrrädern und Motorrädern ausschließlich benutzt werden dürfen. Als Fahrradfahrer darf man jedoch keine Rücksicht von Autofahrern erwarten. Autos haben immer Vorfahrt und Fahrradfahrer und Fußgänger müssen ausweichen. Hat man sich erst an diese Regel gewöhnt, kann man das Biken genießen, jedoch sollte man beim Fahren niemals vor sich hinträumen, sondern immer aufmerksam sein. Für kürzere Strecken ist das Fahrrad das optimale Fortbewegungsmittel.
In einigen Straßen sind Fahrräder verboten, da muss man dann auf andere Straßen ausweichen. Daher lohnt es sich, immer einen Stadtplan dabei zu haben.
Außerdem wird davon abgeraten, ein teures Fahrrad zu besitzen. Es werden sehr viele Fahrräder geklaut. Besser ist es, ein ganz einfaches Fahrrad ohne Gangschaltung und Licht, wie es die Chinesen fahren, zu besitzen. Diese kann man schon für 30 Euro hier kaufen.
Für die vielen Fahrräder gibt es überall offizielle Fahrradparkplätze. Da kann man sein Fahrrad parken, zahlt eine kleine Parkgebühr (ca. 10 Cent) an den Parkwächter und das Fahrrad wird beobachtet. Trotzdem sollte das Fahrrad zusätzlich abgeschlossen werden.


Das könnte Sie auch interessieren: